Berlin – Jetzt wird es ernst für die Deutsche Bahn! FlixTrain hat am Mittwoch gemeinsam mit Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (47, CDU) seinen neuen Hochgeschwindigkeitszug mit Namen „Star“ offiziell enthüllt. Ab 2028 sollen die neuen Züge mit bis zu 230 km/h durch Deutschland fahren. 65 Exemplare sind bestellt, das Vertragsvolumen liegt bei 2,4 Milliarden Euro.
Neu ist vor allem die Flottenstrategie: FlixTrain will künftig mit drei Zugklassen fahren. Die neuen STAR-Züge sollen ab 2028 das Hochgeschwindigkeitsnetz bilden. Das modernisierte Angebot wird als „Comfort“ geführt. Die bisherigen Züge laufen künftig als „Classic“.
Neue Strecken und neue Züge bei Flixtrain
Eine neue Verbindung steht bereits fest: Ab 2028 will FlixTrain auch Berlin und München direkt verbinden. Weitere neue Ziele sollen 2027 bekannt gegeben werden. Schon jetzt wird das Angebot ausgebaut. Die Strecke Hamburg–Köln ist laut FlixTrain vollständig auf die neue Comfort-Flotte umgestellt. Die Züge bieten Klimaanlage, WLAN, mehr Beinfreiheit sowie Großraum- und Abteilbereiche.
Verkehrsminister Steffen Bilger erklärte: „Die Investitionen von FlixTrain sind ein wichtiger Baustein für eine Stärkung der Schiene und ein Bekenntnis zum Standort Deutschland.“
Werden Tickets für Flixtrain teurer?
Auf die Frage, ob die neuen Annehmlichkeiten bei FlixTrain auch zu höheren Preisen führen werden, sagte Flix-Chef André Schwämmlein im Mai gegenüber BILD: „Wir sind fest davon überzeugt, dass wir immer günstiger sein werden als die Staatsbahn. Das funktioniert, weil wir sehr viel Wert auf einen effizienten Betrieb legen. Außerdem sind wir keine 100 Jahre alt, sondern erst 15. Unsere Technologie bei Flix basiert seit Jahren darauf, Busse und Züge stärker auszulasten als andere Anbieter. Dadurch können wir die Preise niedrig halten.“
Ob die Deutsche Bahn zittern muss? Schwämmlein: „Sowohl die Deutsche Bahn als auch Flixtrain müssen Top-Leistungen liefern. Wenn das gelingt, muss keiner zittern. Dann kämpfen beide jeden Tag um jeden Kunden – und beide werden besser werden. Am Ende wird das dem Schienenverkehr in Deutschland guttun.“