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Christa Pike: Eltern von Mord-Opfer Colleen Slemmer toben nach Hinrichtungs-Panne

Christa Pike: Eltern von Mord-Opfer Colleen Slemmer toben nach Hinrichtungs-Panne
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Nashville (USA) – Mehr als 30 Jahre haben sie auf Gerechtigkeit für ihre ermordete Tochter gewartet. Und dann, als alles für die Hinrichtung von Christa Gail Pike (50) vorbereitet war, wurden sie enttäuscht. Nach der gescheiterten Hinrichtung der Satanistin haben sich die Eltern von Mordopfer Colleen Slemmer, die 1995 von Christa Pike getötet wurde, zu Wort gemeldet. Und ihrer Wut freien Lauf gelassen.

May Martinez, die Mutter der ermordeten Colleen, klagte: „Ich habe keine Gerechtigkeit für meine Tochter bekommen. Ich musste das Ganze mitansehen. Sie (Christa Pike, d. Red.) war wach, sie hat gelacht, sie hat ihren Kopf bewegt, ihre Füße bewegt. Sie hat versucht, sich aufzusetzen. Als sie ihr die erste Spritze gaben, hat es nicht funktioniert. Beim zweiten Mal hat es auch nicht funktioniert, also ist sie jetzt im Krankenhaus und am Leben.“

„Wir wussten von nichts“

Ihrem Ärger Luft machte die Mutter später in einem Interview mit NBC News. Was ihre Botschaft an den Gouverneur von Tennessee und den Generalbundesanwalt sei? „Sie haben Scheiße gebaut!“, pampte Martinez. Und machte den Behörden Vorwürfe: „Sie haben nichts gesagt und dann, ganz plötzlich, haben sie alle Angehörigen der Opfer gebeten zu gehen. Wir wussten von nichts, bis wir oben im Büro waren und den Leiter der Strafvollzugsbehörde sahen.“ Der habe ihnen dann erklärt, dass die Hinrichtung schiefgelaufen sei.

Mutter von Colleen Slemmer fordert „aufrichtige Entschuldigung“

Martinez lebt in Florida und hatte einen Spendenaufruf gestartet, um das Geld für die Reise ins über 1000 Kilometer entfernte Nashville zusammenzubekommen. Dem örtlichen Sender WJXX sagte sie, der Staat schulde ihr „eine aufrichtige Entschuldigung“.

Auch der Stiefvater von Colleen, Raul Martinez, kritisierte die Behörden und schrieb bei Facebook, dass die Seele seiner Stieftochter „nicht ruhen“ könne, bis ihre Mörderin tot sei. Pike werde „Colleens Reise in den Himmel so lange heimsuchen, bis sie von der Bildfläche verschwunden ist“.

Pike wird künstlich beatmet

Pike ist laut ihren Anwälten weiter bewusstlos und wird im Krankenhaus in Nashville künstlich beatmet, schrieben Pikes Anwälte in einem Gerichtsantrag vom Freitag (Ortszeit). Die Mörderin, die 1996 zum Tode verurteilt wurde, befindet sich demnach in kritischem Zustand. Das Krankenhauspersonal arbeite daran, ihr Leben zu retten und die verabreichte Todes-Dosis aus ihrem Körper zu entfernen.

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