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Nach Millionen-Poker: NFL-Star streikt sich weg

Nach Millionen-Poker: NFL-Star streikt sich weg
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Es war ein Schlaraffenland-Sommer für Passverteidiger in der NFL. Christian Gonzalez (24) verlängerte bei den New England Patriots um vier Jahre und kassierte dafür 135 Mio. Dollar. Die Verlängerung von Devon Witherspoon (25) bei den Seattle Seahawks um ebenfalls vier Jahre war 132 Mio. Dollar wert. Darum hoffte auch Joey Porter Jr. (26) von den Pittsburgh Steelers auf einen großen Zahltag. Denn üblicherweise werden Rookie-Verträge vor dem vierten und letzten Jahr ihrer Laufzeit verlängert. Doch Porter verpokerte sich. Die Verhandlungen mit den Steelers zogen und zogen sich. Als schließlich die neue Saison begann, legte General Manager Omar Khan sie komplett auf Eis, da der Klub aus Prinzip nicht während einer laufenden Saison neue Verträge aushandelt.

Jetzt ist das Kapitel Pittsburgh für Porter beendet. Die Steelers traden den Cornerback zu den Dallas Cowboys. Statt einer Ablöse bekommt der Klub zwei attraktive Draft-Picks in den Jahren 2027 (6. Runde) und 2028 (2. Runde).

Laut NFL-Insider Dan Graziano von ESPN hatte Porter rund 30 Mio. Dollar pro Saison verlangt. Auf seiner Position verdienen in der gesamten NFL nur sechs Profis derart viel Geld! Als die Verhandlungen im Sommer stockten, hatte er versucht, durch einen Streik Druck zu machen. Ende Juli meldete sich Porter nach dem ersten Trainingstag wegen Rückenbeschwerden ab und fiel seitdem aus. Doch es gab erhebliche Zweifel, ob er wirklich verletzt ist. Vergangene Woche hatten ihn Ärzte nach Einholen einer Zweitmeinung schließlich für spielfähig erklärt – zum Einsatz kam er trotzdem nicht …

Nach Millionen-Poker in der NFL: Joey Porter von den Pittsburgh Steelers zu den Dallas Cowboys getradet

Jetzt verkündete Porter auf Instagram: „Dallas, ich bin auf dem Weg!“ Cowboys-Besitzer Jerry Jones (83) hatte schon im Sommer betont, dass er bereit sei, Draft-Kapital aufzugeben, um den Kader umzubauen. Nun griff der Öl-Milliardär zu – und holte sich Porter kurz vor seinem 84. Geburtstag selbst als Geschenk.

Fest steht: Die wackelige Cowboys-Passverteidigung ist einer der Gründe für den enttäuschenden Saisonstart mit nur einem Sieg und zwei Niederlagen. Unklar ist dagegen, ob sich Streik-Profi Porter nun verzockt hat. Denn offenbar sind die Cowboys aktuell nicht gewillt, seinen auslaufenden Einsteiger-Vertrag (Gehalt: 3,9 Mio. Dollar) sofort aufzustocken. Ob sie nach der Saison bereit sind, die von Porter aufgerufenen Summen zu zahlen, ist anhand seiner bisherigen Karriere-Leistungen (165 Tackles, 31 abgewehrte Pässe, 3 Interceptions) zumindest fraglich. In Pittsburgh hätte Porter dagegen in die Fußstapfen seines Vaters Joey Sr. (49) treten können. Der spielte als Linebacker sieben Jahre in der „Steel City“ und gewann mit ihnen den Super Bowl.

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