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Ost-Wahlkampf gegen die AfD! Merkel-Mann soll Merz-CDU retten

Ost-Wahlkampf gegen die AfD! Merkel-Mann soll Merz-CDU retten
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Berlin – Riesenplakate sind sein Markenzeichen. Jetzt hat Kommunikationsprofi Lutz Meyer (58), Mastermind der legendären Wahlkampagne für Kanzlerin Angela Merkel 2013 (41,5 Prozent, bestes Unions-Ergebnis seit 1990), einen neuen Kampfauftrag: Der Werbestratege soll die Ost-CDU in den Landtagswahlkämpfen – und damit auch Friedrich Merz (70, CDU) retten. Denn klar ist: Gehen die Wahlen schief, gerät auch der Kanzler in Berlin unter Druck.

Die CDU Sachsen-Anhalt bestätigte BILD, dass Meyer für den Magdeburger Schicksals-Wahlkampf (6. September, AfD aktuell mit rund 40 % in den Umfragen vor der CDU) einen Beratervertrag bekommen hat. Ziel: den Job von Ministerpräsident Sven Schulze (47) verteidigen. Dafür muss Schulze gegen die Rechtsaußen aufholen (CDU aktuell bei 24 %).

2013 ließ Meyer – damals als Chef der Agentur Blumberry – im CDU-Bundestagswahlkampf ein Riesenposter (2400 Quadratmeter) mit der legendären „Merkel-Raute“ am Berliner Hauptbahnhof aufhängen, das auch ihn bekannt machte.

2026 hängt nun an einem 40 Meter hohen Werbeturm an der A2 ein – immerhin – 240 Quadratmeter großes Giga-Plakat mit Sachsen-Anhalts Regierungschef Schulze. Darauf der doppeldeutige Slogan in Richtung der AfD-Anhänger: „Zu weit rechts ist der Graben“.

Meyers Mission von 2013 war es, Merkel als „Anführerin der letzten Volkspartei zu stilisieren“ („Spiegel“). Sie segnete jedes Motiv ab und arbeitete eng mit Meyer zusammen. Dieses Mal lautet sein Job: Schulze als Anführer der letzten großen Partei der Mitte in Szene zu setzen.

Meyer arbeitete 2002 auch im Wahlkampf für Kanzler Gerhard Schröder an der Seite von Matthias Machnig. Beide hatten den Sozialdemokraten 1998 ins Kanzleramt getragen. Meyer war bis 2005 SPD‑Mitglied; in der CDU-Zentrale fremdelte man mit ihm.

Der wichtigste Tipp kam von Merkel persönlich

Doch jetzt, wo es im Osten um alles geht, kommt er wieder ins Spiel. Meyer ist auch Berater für den Wahlkampf der CDU Mecklenburg-Vorpommern (Wahl am 20. September) – Merkels Heimat. Das bestätigte Spitzenkandidat Daniel Peters (45) BILD. Der Clou: Der entscheidende Tipp kam von der Altkanzlerin selbst. Peters: „Ich habe Frau Merkel gefragt, ob sie uns Herrn Meyer empfehlen kann.“ Konnte sie! Meyer sei „erfrischend und unkonventionell, das ist das, was wir jetzt brauchen“, sagt Peters.

Tatsächlich liegt die CDU im Norden aktuell nur bei rund 10 % (AfD 36 %, SPD 29 %). Um mehr Aufmerksamkeit für die Christdemokraten zu erzielen, soll demnächst auch hier ein Riesenplakat aufgehängt werden – an der A24 zwischen Hamburg und Berlin. Motiv: ein Fischbrötchen. Dazu der Slogan in Richtung AfD: „Die Mitte ist das Beste.“

Meyer ließ eine BILD-Anfrage zunächst unbeantwortet, Merkel war kurzfristig nicht zu erreichen.

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