Chichester (England) – Pferderenn-Fans aus ganz England versammelten sich am Dienstag zum Goodwood Cup in West Sussex. Der feinste Zwirn wurde ausgepackt, Wetten wurden platziert. Und sogar einer der Stars hatte sich schick gemacht: Wallach „Trawlerman“ stand mit einer schicken Sonnenbrille auf dem Platz. Tierisch stylish! Doch hinter dem coolen Look steckt ein ernstes Problem.
Denn die auffällige Brille ist kein modisches Accessoire: Das Pferd trägt sie aus medizinischen Gründen. Der in England bekannte Trainer John Gosden verriet in einem Podcast: „Trawlerman“ hat eine Augenkrankheit und ist kein großer Fan von Sonnenlicht. „Er hat ein seltsames Problem mit den Augen“, so der Trainer.
Brille hilft bei Konzentration
„Er reagiert sehr empfindlich auf Licht“, erklärt Gosden. Beim Training stellte sich mit der Zeit dann heraus, dass eine Skibrille dem Pferd dabei hilft, sich zu konzentrieren. Um das Tier zu schützen, darf es die Brille auch bei Rennen tragen – allerdings nur vor dem Start. Dazu wird das Tier in einer dunklen Box untergebracht. Zum Rennen muss „Trawlerman“ die Brille dann aber ablegen – aus Sicherheitsgründen.
„Er wird es nicht genießen, wenn es ein sonniger Tag ist“, scherzte der Reittrainer im Podcast. „Aber wenn das Rennen beginnt, wird er sich auf das Rennen konzentrieren und nichts anderes im Kopf haben.“ Geholfen hat die Brille „Trawlerman“ nicht. Beim Goodwood Cup landete das Rennpferd nur auf dem zweiten Platz, nachdem es von einem anderen Pferd abgedrängt wurde.
Ein chaotisches Rennen
Gosden nach dem Rennen zum „Knutsford Guardian“: „Es war ein chaotisches Rennen. Er wurde früh gestört und dann war das Tempo am Anfang ziemlich stark.“ Den Sieg holte „Trawlerman“ zwar nicht. Der auffälligste Star in der Koppel war das Pferd aber mit Sicherheit.