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Studie zur Bundeswehr: Sieben Millionen Deutsche würden für ihr Land kämpfen

Studie zur Bundeswehr: Sieben Millionen Deutsche würden für ihr Land kämpfen

Berlin – Jahrelang hieß es, Deutschland sei bequem geworden. Zu friedlich. Zu wenig bereit, das eigene Land zu verteidigen. Jetzt kommt eine große Bundeswehr-Studie des „Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr“ zu einem anderen Ergebnis: Die Deutschen sind deutlich wehrbereiter, als viele glauben!

Zwei Drittel der Bürger sehen Russland als militärische Bedrohung für Deutschland. 70 Prozent halten russische Cyberangriffe für gefährlich. 66 Prozent sehen die Aufrüstung der russischen Streitkräfte als Gefahr. Und 60 Prozent bewerten den Ukraine-Krieg als Bedrohung für die deutsche Sicherheit.

Die Folge: Die Bundeswehr genießt so viel Rückhalt wie selten zuvor. 84 Prozent der Deutschen haben eine positive Einstellung zur Truppe. 87 Prozent vertrauen ihr sogar. Damit gehört die Bundeswehr zu den beliebtesten Institutionen im Land!

Fast jeder Dritte würde in Bundeswehr dienen

Laut Studie wollen immerhin 58 Prozent der Befragten höhere Verteidigungsausgaben. 64 Prozent wünschen sich, dass es mehr Soldaten gibt. 59 Prozent halten auch den neuen Wehrdienst für notwendig. Besonders spannend ist die Frage, was die Menschen im Ernstfall tun würden: Fast jeder Zweite könnte sich ein Engagement im Zivilschutz vorstellen. 29 Prozent wären bereit, in der Bundeswehr zu dienen – auch ohne Waffeneinsatz.

Bei den unter 50-Jährigen sagen 35 Prozent klar: Ja, ich würde Deutschland mit der Waffe verteidigen. Bei Männern liegt dieser Wert sogar bei 53 Prozent. Die Wissenschaftler rechnen vor: Allein unter den 20- bis 40-Jährigen entspräche das rund fünf Millionen Männern und knapp zwei Millionen Frauen, die im Ernstfall kämpfen würden.

Nato bleibt für die Deutschen unverzichtbar

76 Prozent sagen, Deutschland brauche das Bündnis für seine Sicherheit. 55 Prozent würden sogar militärische Gewalt einsetzen, um einen von Russland angegriffenen Nato-Partner zu verteidigen. Bei der Unterstützung der Ukraine bleibt das Land gespalten: 43 Prozent befürworten militärische Hilfe. 60 Prozent unterstützen die Ausbildung ukrainischer Soldaten durch die Bundeswehr. Viele Bürger sorgen sich zugleich darum, dass sich der Krieg ausweitet.

Die Autoren der Studie ziehen ein klares Fazit: Russland wird von den Befragten klar als Gefahr erkannt. Die Bundeswehr genießt breiten Rückhalt. Und Millionen Deutsche wären bereit, sich für ihr Land einzusetzen. Die Botschaft der Forscher lautet deshalb: Niemand sollte die Wehrbereitschaft der Deutschen unterschätzen. Erst recht nicht Kriegstreiber Wladimir Putin.

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