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Werder Bremen: Trainer Thioune bestraft seine 0:7-Verlierer

Werder Bremen: Trainer Thioune bestraft seine 0:7-Verlierer
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Minutenlang standen sie nach dem Abpfiff noch auf dem Rasen in Enschede zusammen. Werder-Trainer Daniel Thioune, seine Assistenten Jan Hoepner und Christian Groß sowie Profi-Chef Peter Niemeyer. Sie hatten zuvor ein Debakel erlebt, das niemand hatte kommen sehen. Mit sage und schreibe 0:7 (0:6) gingen die Bremer unter. Ein Höllen-Auftritt in Holland, der fassungslos und wütend macht. Auch Trainer Thioune.

Zum ersten Mal in seiner knapp achtmonatigen Amtszeit knöpft er sich seine Spieler öffentlich vor. Thioune über den Katastrophen-Auftritt: „Ich habe dafür überhaupt kein Verständnis und null Akzeptanz. Es war heute gar nichts, in allen Bereichen.“ Nach dem 0:6 (!) zur Pause blieb er lieber an der Seitenlinie, bevor er die Beherrschung verlor …

Werder-Trainer straft Verlierer ab!

Thioune: „Ich muss mich auch erstmal sortieren, bevor ich eine komplette Kabine auseinanderschraube. Es muss von mir sachlich und analytisch sein, und trotzdem hat die Mannschaft auch Emotionen abbekommen.“

Und eine Strafe obendrein! Den freien Samstag hat er gestrichen. Thioune lässt seine Spieler am Stadion antanzen. Eine logistische Herausforderung, weil die übliche Weserstadion-Zufahrt durch die Feierlichkeiten zum „Tag der Deutschen Einheit“ (Bremen ist Gastgeber) unmöglich ist. Die Profis haben zwar Passierscheine, müssen sich dennoch durch einen unübersichtlichen Zufahrts-Dschungel Richtung Kabine kämpfen.

Was besonders irritiert: Bis zum 0:6 zur Pause standen Stars wie Füllkrug, Weiser, Pieper und Regeer auf dem Rasen. Eine Mannschaft, die trotz zahlreicher Länderspiel-Reisender auch in der Bundesliga auflaufen könnte.

Thioune: „Wir haben in der ersten Halbzeit elf Spieler in der Startelf gesehen, die den Anspruch haben, Bundesliga zu spielen, das aber in keiner Weise hinterlegt haben. Ich weiß nicht, ob wir jemals so viele Fehlpässe gespielt haben.“

Ein Gurken-Auftritt in Enschede nach zuvor bemerkenswert positivem Trend mit sieben Punkten aus den letzten drei Bundesliga-Spielen. Thioune: „Es gab viel Lob, und jetzt gibt es viel Prügel. Das haben wir uns heute aber auch mehr als verdient.“

Auch die sportliche Leitung tut sich schwer, diese Blamage einzuordnen. Profi-Chef Peter Niemeyer: „Wir werden es gemeinsam knallhart analysieren. Wir werden die Spieler zu Wort kommen lassen, um diese Nicht-Leistung zu erklären.“

Fest steht: Mit solch einer Leistung wird der Bundesliga-Restart am Freitag beim BVB zum Fiasko. Thioune: „Ich erwarte eine Reaktion. Schon im Training am Montag und vor allem im Spiel gegen Dortmund.“

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