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Easyjet soll für 6,7 Milliarden Euro verkauft werden: US-Investor gewinnt Milliarden-Poker

Easyjet soll für 6,7 Milliarden Euro verkauft werden: US-Investor gewinnt Milliarden-Poker
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London – Der monatelange Kampf um Europas zweitgrößten Billigflieger ist entschieden: Der US-Finanzinvestor Apollo Global steht vor der Übernahme von Easyjet. Apollo bietet umgerechnet 8,35 Euro je Aktie und bewertet die britische Fluggesellschaft damit mit rund 6,7 Milliarden Euro.

Der Easyjet-Vorstand empfiehlt den Aktionären, das Barangebot anzunehmen. Auch Gründer Stelios Haji-Ioannou und seine Familie unterstützen den Verkauf. Sie halten zusammen 15,3 Prozent der Aktien und sind damit die größten Anteilseigner.

Milliarden-Krimi um Easyjet

Damit endet ein Bieter-Krimi, der Ende Mai begann. Zunächst wollte der US-Investor Castlelake Easyjet kaufen und legte insgesamt 5 Angebote vor. Das erste lag umgerechnet bei rund 6,55 Euro je Aktie. Easyjet warf Castlelake zwischenzeitlich vor, die Airline zu billig übernehmen zu wollen. Anfang Juli verständigten sich beide Seiten schließlich grundsätzlich auf rund 8,05 Euro je Aktie. Doch wenige Tage später stieg Apollo überraschend ein und bot mit 8,35 Euro je Aktie 30 Cent mehr. Easyjet wechselte daraufhin die Seiten. Castlelake zog sich am Donnerstag aus dem Rennen zurück.

Ganz sicher ist der Verkauf trotzdem noch nicht. Die Aktionäre und die zuständigen Behörden müssen dem Deal noch zustimmen. Als US-Investor darf Apollo Easyjet zudem nicht allein kontrollieren. Britische und europäische Luftfahrtregeln verlangen, dass die Airline mehrheitlich unter britischer beziehungsweise europäischer Kontrolle bleibt. Apollo erklärte, die Vorgaben erfüllen zu wollen.

Was hat Apollo mit Easyjet vor?

Offen ist auch, was der Finanzinvestor langfristig mit Easyjet vorhat. Als mögliche Szenarien gelten der Verkauf einzelner Unternehmensteile oder eine stärkere Ausrichtung auf Urlaubsziele. Apollo hat solche Pläne bislang nicht bestätigt. Unter den Piloten gibt es dennoch Sorgen um ihre Arbeitsplätze. Der Investor hatte Befürchtungen zurückgewiesen, die Airline könne nach der Übernahme zerschlagen werden.

Easyjet ist vor allem wegen seiner wertvollen Start- und Landerechte an stark ausgelasteten Flughäfen in London, Mailand und Genf begehrt. Dazu kommen eine moderne Airbus-Flotte und das wachsende Geschäft mit Pauschalreisen.

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