Berlin – Kurz durchatmen, Luft holen und die leichte Brise auf der Haut genießen: Das sollten Sie jetzt unbedingt tun, wenn der Körper aufgrund der Hitze der letzten Tage und Wochen schwächelt. Doch die Schonfrist dauert nur wenige Tage. Dann baut sich die Hitze wieder unerbittlich auf.
Bis Freitag sorgt zunächst noch ein atlantisches Tief bei Island für einen Luftmassenwechsel und bringt immer wieder kurze Schauer und Gewitter. Die Temperaturen fühlen sich bei Werten zwischen 24 und 29 Grad schon fast erfrischend an. Im Norden werden an den Küsten sogar bloß 19 bis 23 Grad erwartet. BILD-Wetterexperte Dominik Jung: „Die Temperaturen gehen kurz zurück, im Norden Deutschlands sogar unter den Durchschnitt.“ Das sind wirklich entspannte Aussichten.
Am Wochenende steigen die Temperaturen
Leider sind sie nicht von langer Dauer: Schon am Samstag geht es langsam nach oben, im Norden bis zu 28 Grad, im Rest von Deutschland wird bereits vielerorts die 30-Grad-Marke gerissen. Aber da geht noch mehr. Jung: „Für Sonntag zeigen die Modelle 30 bis 35 Grad, örtlich bis 37 Grad, teils begleitet von kräftigen, lokal unwetterartigen Gewittern.“ Vor allem im Süden und Westen Deutschlands wird es immer heißer. Bisheriger Spitzenreiter im August: In Regensburg zeigte die Wetter-Messstation am 4. August 39,4 Grad an. Der Monat ist zwar noch jung, dennoch viel zu trocken.
Denn die kurzen Unwetter bringen nur minimale Erleichterung, die Schauer verdunsten oberflächlich. Laut Dürre-Monitor des Helmholtz-Umweltforschungszentrums verschärft sich die Lage zunehmend. Jung: „Weite Teile von Deutschland zeigen moderate bis deutliche Dürre, besonders in Brandenburg im Nordosten und zunehmend auch im Nordwesten.“ Dazu ergänzt er einen harten Fakt: Im August seien bisher erst magere 5 Prozent des bisherigen Niederschlagssolls gefallen, normal wären für den Monat rund 77 Liter/Quadratmeter Regen – das Defizit wächst weiter.