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Insolvenz: Preisgekrönter Geschirr-Hersteller pleite

Insolvenz: Preisgekrönter Geschirr-Hersteller pleite
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Potsdam (Brandenburg) – Es machte Natur zu Geschirr, auch um die Umwelt zu schonen. Gastronomie und Event-Veranstalter sollten dauerhaft vom klimaneutralen Einweggeschirr überzeugt werden. Doch diese Mission ist gescheitert. Jetzt ist das deutsche Unternehmen pleite.

Dabei wurde die Leef Blattwerk GmbH erst im vergangenen Dezember mit dem „Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2026“ ausgezeichnet. Die gute Idee warf aber offenbar nicht den erhofften Gewinn ab. Jetzt zog das Unternehmen mit Sitz in Potsdam (Brandenburg) die Reißleine: Beim Amtsgericht wurde Insolvenz angemeldet.

Was der Chef des Unternehmens sagt

Leef-Geschäftsführer Jens Christoph zu BILD: „Wir bedauern sehr, dass wir diesen Schritt gehen mussten. In diesen Zeiten wäre es so wichtig, dass es mehr Unternehmen mit einem starken und expliziten Nachhaltigkeits-Fokus wie bei unserem gäbe. Wir sind daher zuversichtlich, dass es eine Fortführung geben wird.“

Unter den Markennamen „Leef“ und „wisefood“ setzte das Unternehmen konsequent auf Geschirr und Verpackungen aus natürlichen Rohstoffen wie Palmblatt, Zuckerrohr, Holz, Bambus oder Reis. Auf der Homepage der Firma heißt es dazu: „Die Natur liefert oft schon, was wir brauchen – man muss nur genau hinschauen.“

Die Geschichte des Unternehmens begann 2013, als Gründer Claudio Fritz-Vietta auf einer Indienreise die jahrtausendealte Tradition von Palmblatt-Geschirr entdeckte. Das erklärte Ziel lautete: „Schöne und funktionale Produkte in die Welt zu bringen, die gut für Mensch und Umwelt sind.“ Im Blick waren Streetfood-Anbieter, Restaurants, Take-Away-Läden und Festival-Veranstalter.

So kam es zur Insolvenz

Jetzt der Schnitt: Leef-CEO Christoph teilte am Dienstagabend auf der Seite der „Deutschen Börse“ mit: „Die Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebs wurde bislang maßgeblich durch kurzfristige Gesellschafterfinanzierungen sichergestellt, die jeweils von Monat zu Monat fortgeführt wurden. Die Gesellschafter haben heute, am 29.9.2026, beschlossen, diese Finanzierungszahlungen nicht weiterzuführen.“

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