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Russland: Flugabwehr schießt Drohne über Badegästen ab – 6 Tote!

Russland: Flugabwehr schießt Drohne über Badegästen ab – 6 Tote!
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Gelendschik (Russland) – Schock am Schwarzen Meer: Beim Abschuss einer mutmaßlich ukrainischen Drohne durch die russische Flugabwehr sind im Badeort Archipo-Osipowka bei Gelendschik sechs Menschen getötet worden. Unter den Opfern sollen auch drei Kinder sein. Nach Angaben der Behörden wurden rund 40 weitere Menschen verletzt. Der Gouverneur der Region Krasnodar, Weniamin Kondratjew (55), erklärte, 17 Verletzte seien in Krankenhäuser in Gelendschik, im Bezirk Tuapse und in Gorjatschi Kljutsch eingeliefert worden. „Sie erhalten die notwendige medizinische Versorgung.“

In den sozialen Medien wurde das Video eines Augenzeugen verbreitet, das den Vorfall zeigt: Zu sehen ist, wie die Drohne im Flug abgeschossen wird – dann mitten auf einen Strand voller Badegäste stürzt und in einem Feuerball explodiert.

Das eigentliche Ziel der Drohne könnte die Gasverdichterstation Beregowaja ganz in der Nähe des Badeortes gewesen sein – sie ist eine der wichtigsten Industrieanlagen Russlands und dient als Ausgangspunkt für die Erdgas-Pipeline Blue Stream, die durch das Schwarze Meer in die Türkei führt. Pikant: Auch die Sommer-Residenz von Kremlchef Wladimir Putin (73) liegt nur wenige Kilometer von Archipo-Osipowka entfernt.

Warnsystem soll versagt haben

Für Empörung sorgt bei Anwohnern und Urlaubern das Versagen des Warnsystems. Zwar hatte der Bürgermeister des Badeortes, Alexej Bogodistow, um 8.34 Uhr eine Drohnenwarnung herausgegeben, zehn Minuten später hob er sie aber wieder auf, wie das oppositionelle russische Nachrichtenportal Meduza berichtet. Viele Augenzeugen berichten, sie hätten keine Sirenen gehört. Nach Berichten lokaler Medien soll das Warnsystem nicht funktioniert haben.

Während die russischen Behörden von herabgestürzten Drohnentrümmern sprechen, die auf die Badenden stürzten, behaupten ukrainische Telegram-Kanäle, die Drohne sei infolge elektronischer Störmaßnahmen außer Kontrolle geraten. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Auf dem Video des Augenzeugen sind allerdings unmittelbar vor dem Absturz deutlich die Schüsse der Flugabwehr zu hören.

Der Vorfall zählt zu den verheerendsten auf russischem Boden seit Beginn der ukrainischen Drohnen-Offensive. Der von Moskau eingesetzte Gouverneur der Krim, Sergej Aksjonow (53), erklärte zudem, drei Zivilisten seien bei einem nächtlichen Angriff der Ukraine auf der annektierten Halbinsel getötet worden. Genauere Angaben zu den Opfern und zum Ort des Angriffs machte er nicht.

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