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Seit Kriegsbeginn: Knapp 400 Russen aus Deutschland rausgeworfen

Seit Kriegsbeginn: Knapp 400 Russen aus Deutschland rausgeworfen
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Berlin – Sie gilt als Agentennest und Schaltzentrale für Anschläge und politische Einflussoperationen in Deutschland: die Russen-Botschaft in Berlin, Unter den Linden. Nach BILD-Informationen musste Kreml-Führer Wladimir Putin aber sein Personal dort erheblich ausdünnen: Deutschland hat nach BILD-Informationen seit dem Überfall Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 mehr als 80 russische Diplomaten ausgewiesen. Die meisten von ihnen: als Diplomaten getarnte Agenten. Aus dem Auswärtigen Amt heißt es auf BILD-Anfrage, das Personal der russischen Botschaft sei seit Kriegsbeginn erheblich reduziert worden. Die letzte Ausweisung fand nach BILD-Informationen im Januar 2026 statt.

Dazu kommt: Seit Kriegsbeginn wurden zusätzlich 313 russische Staatsbürger aus Deutschland abgeschoben – das erfuhr BILD auf Anfrage an das Innenministerium. Insgesamt wurden damit seit 2022 rund 400 Russen aus Deutschland rausgeworfen.

Die Bundesregierung hat allein 40 russische Diplomaten nach dem Massaker von Butscha im April 2022 ausgewiesen. Damals ermordeten russische Truppen Zivilisten im Kiewer Vorort Butscha – ein Kriegsverbrechen.

Konkretes Beispiel für Russen-Spionage: Nach der Festnahme von Ilona W. – sie soll seit November 2023 für den russischen Geheimdienst tätig gewesen sein – musste ihr mutmaßlicher Führungsoffizier an der Botschaft das Land verlassen. Damals sagte das Auswärtige Amt: „Spionage in Deutschland toleriert die Bundesregierung nicht – erst recht nicht unter dem Deckmantel des Diplomatenstatus.“ Deswegen sei der russische Botschafter einbestellt und über die Ausweisung informiert worden.

Russland hat drei Vertretungen in Deutschland: die Botschaft in Berlin, ein Konsulat in Bonn und ein Honorarkonsulat in Nürnberg.

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