Memmingen (Bayern) – Er erstickte seine Freundin mit einem Hundekissen, vergrub sie nackt im Wald, belog wochenlang Polizei und Verwandte. Dennoch muss Landwirt Markus G. (39) nur für zehn Jahre hinter Gitter. Das Landgericht Memmingen verurteilte ihn am Mittwoch wegen des Totschlags an Valerie von Medinger (†36).
Valeries Schwester Isabelle (41) hatte auf ein Mordurteil gehofft. Sie fürchtet nun, dass der Killer in ein paar Jahren schon wieder freikommt. Kaltblütig rief Markus G. (39) sie nach der Tat an, gaukelte ihr eine heile Welt vor. Dabei wollte die zweifache Mama den notorischen Fremdgeher verlassen, forderte 40.000 Euro von ihm zurück.
Richter Bernhard Lang: „Er wollte, dass sie aufhört, ihn zu beschimpfen. Es war der Gipfel eines lang anhaltenden Zerwürfnisses und der Endpunkt einer zerbrochenen Beziehung.“
Am 5. August 2025 erstickte er sie mit einem Hundekissen, vergrub ihre mit Folie und Müllsäcken umwickelte Leiche und führte die Kripo mit falsch gelegten Spuren die Irre. Dazu zog er u. a. ihre Schuhe an. Sie sei zu ihren Pferden gefahren, nicht wieder aufgetaucht.
„Wir haben im August fast täglich gemeinsam nach ihr gesucht. Er wusste die ganze Zeit die Wahrheit, aber hat uns alle manipuliert“, sagt Isabelle von Medinger zu BILD. Im Prozess stellte er sich als Opfer dar, das von Valerie gequält worden sei. Die Staatsanwaltschaft glaubte ihm dies und beantragte nur zehneinhalb Jahre wegen Totschlags. Isabelles Anwalt Alexander Stevens hatte lebenslang wegen Mordes gefordert.