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Blut, Hämmer, Gewehre: Folterraum an der Costa del Sol entdeckt

Blut, Hämmer, Gewehre: Folterraum an der Costa del Sol entdeckt
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Costa del Sol – Was mit der Sorge einer Frau beginnt, endet mit einem Fund, der selbst erfahrene Ermittler erschüttert. In einem Haus an der spanischen Costa del Sol hat die Polizei einen mutmaßlichen Folterraum entdeckt. Die Beamten fanden dort laut spanischen Medien Hämmer, Zangen und einen Raum, der komplett mit Plastikfolie ausgekleidet war.

Auslöser des Einsatzes war ein Anruf Anfang September. Ein Mann hatte seiner Freundin vor einem Treffen gesagt, sie solle die Polizei verständigen, falls sie nach 20 Minuten nichts von ihm höre. Als auch nach 40 Minuten kein Lebenszeichen kam, schlug die Frau Alarm.

Blutüberströmt aus dem Haus

Als die Beamten das Anwesen erreichten, lief ihnen nach Medienberichten ein blutüberströmter Mann entgegen. „Sie wollen uns töten!“, soll er gerufen haben. Die Polizisten durchsuchten daraufhin das Gebäude und fanden einen zweiten Mann, der an einen Stuhl gefesselt gewesen sein soll. Beide Opfer waren den Berichten zufolge nackt, blutüberströmt und sichtbar verletzt.

Im Inneren des Hauses machten die Ermittler dann den Fund, der den Fall nun in Spanien bekannt macht: einen Raum mit Plastikplanen an Wänden und Boden. Dort lagen laut Quellen aus dem Umfeld der Ermittlungen Werkzeuge wie Hämmer und Zangen. Auf Aufnahmen aus dem Haus ist außerdem ein einzelner Stuhl zu sehen.

Die Ermittler gehen davon aus, dass der Raum für schwere Misshandlungen genutzt worden sein könnte. Neben den Werkzeugen beschlagnahmte die Polizei auch zwei AK-47-Sturmgewehre sowie mehrere Handfeuerwaffen.

Verdacht auf Abrechnung im Drogenmilieu

Nach bisherigen Erkenntnissen könnte hinter dem Fall eine kriminelle Abrechnung stecken. Die Ermittler prüfen, ob Streitigkeiten im Drogenmilieu, offene Geldforderungen oder verschwundene Ware Auslöser der mutmaßlichen Folter waren. Sieben serbische Staatsangehörige wurden festgenommen. Die Ermittlungen dauern an, weitere Verdächtige werden gesucht.

Der Fall wirft erneut ein Schlaglicht auf die Schattenseite der Costa del Sol. Die Region mit Urlaubsorten wie Marbella, Estepona und Fuengirola gilt seit Jahren als Rückzugsort internationaler Verbrechergruppen. Ermittler gehen davon aus, dass entlang der Küste mehr als 100 Mafia- und Bandenstrukturen aktiv sind. Die strategische Lage zwischen Europa und Afrika macht die Region zu einer wichtigen Route für Drogen- und Waffenschmuggel.

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