Politik

Wahlergebnisse: Bundeskanzler Friedrich Merz spricht von „Desaster“

Wahlergebnisse: Bundeskanzler Friedrich Merz spricht von „Desaster“
TTS-Player überspringenArtikel weiterlesen

Berlin – Riesen-Überraschung am Wahlabend! ARD und ZDF hatten gerade erst ihre Prognosen ausgestrahlt, da trat der CDU-Vorsitzende und Bundeskanzler Friedrich Merz (70) in der Parteizentrale fünf Minuten später schon vor die Kameras. Merz wartete noch nicht mal den weiteren Verlauf des Wahlabends ab, um zu sehen, ob seine Partei in Mecklenburg-Vorpommern die Fünf-Prozent-Hürde überwinden würde. Der würde nämlich an der Botschaft nichts ändern, wie es aus seinem Umfeld gegenüber BILD hieß. ER wollte den Ton setzen.

Merz machte klar: Er will Parteivorsitzender und Bundeskanzler bleiben. Seine unmissverständliche Ansage mit Blick auf die mit der SPD in der Regierung umzusetzenden Reformen: „Was jetzt zu tun ist, erfordert ​Rückgrat, Standhaftigkeit und Geduld. Ich werde das aufbringen als Parteivorsitzender der CDU und vor ​allem als Bundeskanzler unseres Landes.“

Was der Bundeskanzler nach den Wahlen sagte

Merz schwor die Deutschen auf einen harten Reformkurs und schwierige Zeiten ein: „Wir brauchen Veränderungen, die kosten Kraft.“ Er forderte, dass Reformen kommen müssen und sagte: „Ich übernehme diese Verantwortung, denn ich möchte dieses Land voranbringen.“ Was jetzt zu tun sei, „erfordert Rückgrat, Standhaftigkeit und Geduld“, so Friedrich Merz.

Was die Wahlergebnisse betrifft, sagte er mit Blick auf die Wahl in Mecklenburg-Vorpommern, das sei ein „Desaster, das man nicht schönreden kann“. Aber die CDU sei im Konkurrenzkampf zwischen AfD und SPD „zerrieben“ worden.

Der Berliner Spitzenkandidat Stefan Evers habe bei der Wahl in Berlin mit „großem Einsatz für ein ordentliches Ergebnis“ gesorgt. Beide Wahlkämpfe seien schwierig gewesen, weil es „keinen Rückenwind aus Berlin“ gegeben habe.

Fazit der Rede von Friedrich Merz

Klare Diagnose: Merz war es offenbar wichtig, sofort an diesem Abend jegliche Spekulationen um seine Zukunft im Keim zu ersticken. Den Rückhalt dafür holte sich Merz zuvor bei den Mitgliedern des mächtigen Präsidiums der CDU. Denn im Vorfeld war spekuliert worden, dass Merz’ Stuhl im Fall einer Totalschlappe in Meck-Pomm wackeln würde.

Vielleicht verpasst